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Ein Projekt von boutique gegenalltag*, gemeinsam mit Barbara Denk (Programmplanung).

remode

Die Ausstellung REMODE, Forum für Kunst/Mode fängt einige relevante, unterschiedliche Strömungen im Feld textiler Kunstproduktion ein: zeigt meist Performatives, unterstreicht die Vergänglichkeit des Stofflichen und ist Auseinandersetzung in einer autonomen Zone,

* remode
entsteht durch die künstlerischen Prozesse der beteiligten Künstlerinnen. Der Dialog gilt als Werk genauso wie die ästhetische Form. Praxis mischt sich mit Theorie, Produktion mit Vermittlung und Politik mit Ästhetik.

* Wiederverwendung durch Re-Design = kreativ
Es gilt neue Lebensaspekte in einer Recyclingwelt zu entdecken.

Im Vortrag der Profis geht es um Fundstücke: Die aktuelle Kolletkion handelt von Dingen die Bettina Saul auf den Strassen Berlins gefunden hat. Sie untersucht die Umstände der in Ungnade gefallener Moebelstücke als Ausgangspunkt für die Herstellung von Kleidungsstücken ähnlich ex.geliebeter oder verlassener Haltung.

Die erwartete rege Beteiligung der Zuschauer wird mit Wodka oder Würstel belohnt.

* Mode = ein uferloses Thema
Im Verdrehen von üblichen Zuordnungen liegt eine Chance das Medium zu korrumpieren und neue Aufmerksamkeiten zu schaffen.

Skulptur als naheliegenden Schritt: Wir zeigen den Kleiderbausatz von privatundsirus und Raummöblierungen von Celine Noldus die unsere Körper nochmal, weit entfernt einhüllen:

'Monomanic travelling' basiert auf dem Bedürfnis sich von der Masse zurück zu ziehen - in sich selbst - und ganz weit weg zu reisen. Wenn man sich irgendwo nicht wohl fühlt, wenn man verliebt ist, wenn man zu Besuch ist und plötzlich müde wird oder ganz andere Umstände eintreten - in den man sich schnell zurückziehen möchte.

* Das Kleid = Zeichen für den ganzen Körper
Körper und Kleid weisen eine ähnliche weiche Textur auf. Gabo Bartha`s textile Essperformance verweist auf den Körper als Träger textilen Materials. Die ungarische Künstlerin macht Experimente mit Materialen die irgendwie ungut sind wie z.B.Filz

Zum Themenkomplex Kuru-Kuru entwirft Rosamosa eine limited edition einer kleinen Produktreihe.

Kuru-kuru ist Japanisch und bedeutet soviel wie zirkulieren, kreisen. So können beispielsweise Planeten kuru-kuru, auch ein Karussell, oder eben auch Tako-yaki und andere Yakis. Yakis sind in etwa ´Omelette-Bälle´ mit verschiedensten Füllungen, z.B.: Tintenfisch (=Tako), Oktopus, oder Gemüse, vegetarische Version einfach plain.

* pattern = Muster; dekorativ und politisch
Mode ist ein Stück gegenwärtiger kultureller Kommunikation Sie hinterfragt geschlechtsspezifische Identitäten.

Haben Stars heute ihre Vorbildfunktion eingebüsst? fragt sich franzthomaspeter und zeigt in seiner schrillen, performativen Show eine kritische Abrechnung mit dem Starkult.

* Schwerpunkt dieses öffentlichen Diskurses ist das Schaffen eines Podiums und der weitere Ausbau eines Netzwerkes für teilweise noch unbekannte KünstlerInnen sowie das Aufzeigen von diversen kreativen Distributions - und Eigenvermarktungsstrategien.

Die nur sechs Quadratmeter grosse Mini-Immobilie: 'Kiosk', im Strassenraum Weimars bietet K&K eine neue Art der Öffentlichkeit. K&K.Zentrum für Kunst und Mode dokumentiert, gibt Einblicke und Ausblicke und interpretiert Themen im Spannungsfeld von Kunst und Mode. Mit dem K&K.Magazin und diversen Ausstellungen an anderen Orten geht der Kiosk nun auf Reisen.

* remode = work in progress

Text: Barbara Denk